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Ein neues „Eins zu Eins“: Brotliebling

5 Jul

Da waren wir schon ein bisschen verblüfft: Die Zeitschrift enorm brachte in ihrer Dezember-Ausgabe einen großen Artikel über so genannte „Buy One Give One“-Firmen. Neben TOMS, redboto und Caleb’s Hill wurde zudem eine weitere Firma vorgestellt: Brotliebling! Grund genug, um dem sympathischen Start-Up aus Berlin mal ein paar Zeilen zu widmen.

Johannes Arning

Johannes Arning (Quelle: Pablo Castagnola http://www.pablocastagnola.com)

Ist es euch schon einmal aufgefallen? Die meisten Brote in den Bäckereiketten, Discounter-Bäckereien und Supermarktketten schmecken auffällig gleich. Für richtiges, schmackhaftes Brot muss man schon ein bisschen suchen und findet es meistens nur noch in den wenigen familiengeführten Bäckereien. Zudem ist in den Regalen die Auswahl an biologischen Selbstbackmischungen doch recht gering.

Genauso erging es auch Student Johannes Arning: Er konnte die faden, geschmackskonformen Fertigprodukte aus den Bäckereiketten nicht mehr ertragen und gründete kurzerhand das Berliner Start-up brotliebling.de. Bei den ersten Gehversuchen griffen Arning ein Bäckermeister und ein befreundeter Lebensmittelchemiker unter die Arme. Mittlerweile werden auf brotliebling.de Brotmischungen verkauft, die für den Kunden individuell gemischt und per Post verschickt werden. Zu Hause kann der Kunde das Ganze dann selbst anrühren und beim Backen zuschauen.

Brotmischung (Quelle: brotliebling.de)

Brotmischung (Quelle: brotliebling.de)

Bei Brotliebling kann der Kunde aus zwei Möglichkeiten wählen: Entweder man bestellt eine beliebte, vorkonfigurierte Brotmischung (mit schicken Namen wie Franziska oder Pedro) oder man mischt sich seine eigene Brotkreation zusammen! Dabei kann man – ausgehend von einer von vier verschiedenen Brotsorten (Roggenmisch-, Weizen-, Quinoa- und Dinkelbrot) – seinen Favoriten auswählen und mischt Zutaten hinzufügen. Hierbei steht eine reichhaltige Auswahl aus Nüssen, Früchten, Körnern und Gewürzen zur Verfügung. Dadurch kann jeder das Brot zusammenstellen, das ihm am besten schmeckt. Man bekommt die Backmischung in einer schicken Tüte nach Hause geschickt und muss nur noch die heimische Küche zur privaten Backstube werden lassen.

Bio und ein besonderes Versprechen

Aber die individuelle Zusammenstellung der Brote ist nicht das einzige Merkmal, dass brotliebling zu etwas Besonderem werden lässt. Zum einen werden Zutaten aus Bio-Qualität verwendet. Zum anderen beinhaltet die Firmenidee von brotliebling.de ein ähnliches Versprechen wie das „Eins zu Eins“-Versprechen von Caleb’s Hill: Mit jeder verkauften Brotmischung finanziert Arning ein Schulbrot. So unterstützt Brotliebling beispielsweise das Bunte Haus, einem Berliner Treffpunkt für benachteiligte Familien. Dort werden Kinder mit gesunden Schulbroten versorgt. Mittelfristig soll es dem Kunden ermöglicht werden, zwischen verschiedenen unterstützten Hilfsprojekten auszuwählen.

Wenn ihr brotliebling.de auch gut findet und unterstützen wollt, dann schaut mal auf www.brotliebling.de vorbei oder werdet Fans auf Facebook. Und wer den tollen Artikel aus der Enorm über „Buy One Give One“-Firmen lesen möchte, kann das hier tun.

Brotliebling Logo

Brotliebling Logo (Quelle: brotliebling,de)

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Start something that matters!

14 Okt

Der Gründer von TOMS erklärt in seinem neuen Buch wie er ein profitables Unternehmen aufbaute, das mittlerweile mehr als 1 Million Schuhe an arme Menschen auf der ganzen Welt gespendet hat.

Es war im Jahr 2006 als Blake Mycoskie, ein 29jähriger US-Amerikaner, seinen Urlaub in Argentinien verbrachte. Während er die Landschaft und die netten Menschen genoß, entdeckte er die traditionellen argentinischen „Alpargata“-Schuhe. Sein erster Gedanke war, dass sich diese Art von Schuhen sehr gut in seiner Heimat verkaufen lassen würden. Auf der gleichen Urlaubsreise traf er eine amerikanische Frau, die Schuhe an argentinische Kinder aus armen Verhältnissen verteilte. Das Unternehmer-Gen in Blake wachte auf: „Warum gründet man nicht ein Unternehmen, um die armen Kinder mit Schuhen zu versorgen? Warum finden wir nicht eine Lösung, die einen konstanten Strom von Schuhen garantiert und das nicht nur zu Zeiten, wenn barmherzige Leute eine Spende tätigen?“

Dieser Gedanke legte den Grundstein für die Gründung von TOMS Shoes (Abkürzung für „Tomorrow’s Shoes“), eine Firma, über die wir in diesem Blog schon mehrmals berichteten. Kaufe ein Paar Schuhe und TOMS gibt einem armen Kind irgendwo auf der Welt ein Paar Schuhe. Letztes Jahr konnte TOMS berichten, dass mittlerweile die Schwelle von 1 Million gespendeten Schuhen durchbrochen wurde.

Mittlerweile hat TOMS sein Produktspektrum ausgeweitet: Nicht nur kann man durch den Kauf von Schuhen armen Menschen helfen, sondern auch die schicken Brillen von TOMS Eyewear helfen, das Not auf der Welt zu lindern. Jede verkaufte Brille hilft, das gefährdete Augenlicht eines Menschen zu bewahren.

In seinem neuen Buch „Start something that matters“ beschreibt Blake Mycoskie die grundlegenden Ideen hinter einer solchen Firma. Er gibt eine Reihe von Beispielen wie andere Leute eine ähnliche Idee hatten und ihre eigenen Unternehmen gegründet haben, wo der Profit nicht im Vordergrund steht, sondern der Blick auf notleidende Menschen.

So erzählt Mycoskie von Lauren Bush und ihrer Firma Feed Projects, Eric Ryan und Adam Lowry als Gründer von method, Sean Carasso von Falling Whistles, Scott Harrison von charity:water oder Carmin Black von halfunited. Allein schon wegen dieser Auflistung lohnt sich das Buch!

Mycoskies Kernbotschaft besteht aber in 6 Hinweisen, die jeder folgen sollte, der etwas Sinnvolles starten und erhalten will. Jedem, der schon mal in den Selbsthilfe-Kapiteln von Business-Büchern geblättert hat, werden diese Hinweise bekannt vorkommen:

  1. Find your story.
  2. Face your fears.
  3. Be resourceful without resources.
  4. Keep it simple.
  5. Build trust.
  6. Realize that giving is a good business.

So simpel und trivial sich diese Hinweise auch lesen, so begeistert und leidenschaftlich schreibt Mycoskie darüber (wenn wir nicht schon Caleb’s Hill gegründet hätten, würden wir es nach dem Buch auf jeden Fall tun!). Und das macht er sehr erfolgreich: Das Buch ist momentan etwas länger als 1 Monat auf dem Markt und ist schon auf Platz 1 der New York Times Bestellerliste bzw. Platz 3 bei Amazon! Das Buch ist für jeden interessant, der etwas unternehmerischen Geist in sich hat und gerne über Unternehmen liest, die auf mehr aus sind als die reine Profitmaximierung.

Gerne möchten wir euch noch ein paar Links und Videos ans Herz legen! Zum einen ist da der persönliche Blog von Blake Mycoskie, in dem er viele lesenwerte Gedanken festhält und über seine Erfahrungen und Auftritte berichtet. Einfach auf das Bild unten klicken und ihr werdet zu seinem Blog weitergeleitet.

In bester TOMs Manier gibt es natürlich auch das offizielle Video zum Buch. Es lohnt sich zu schauen und macht Appetit auf mehr.

Die Idee hinter TOMS hat mittlerweile mehrere Künstler inspiriert. Ein interessantes Gedicht von David Bowden über das „One for One“-Prinzip von TOMS gibt es hier:

Ein neues „One for One“: TOMS Eyewear

21 Aug

Im Dezember vergangenen Jahres stellten wir euch eine der inspirierensten Firmen vor, die es momentan gibt: TOMS. Damals stellten wir euch das One for One-Versprechen von TOMS vor: Für jedes verkaufte Paar Schuhe gibt TOMS einem notleidenden Kind ein Paar Schuhe. Kurze Zeit später berichteten wir wie TOMS und der Skateboard-Hersteller Element ein ungewöhnliche 1zu1-Aktion in Südafrika durchgeführt haben.

Jetzt wurde ein neues Kapitel von TOMS aufgeschlagen: TOMS Eyewear! Ab jetzt steht der Name TOMS nicht nur für außergewöhnliche Schuhe, sondern auch für hochwertige Brillen. Aber wie passen Brillen zu einer One-for-One Firma und wie kann man Menschen durch den Kauf einer Brille helfen?

Es scheint auf den ersten Blick nicht einleuchtend, aber dennoch ist die Idee hinter TOMS Eyewear beeindruckend. Für jede verkaufte Brille hilft TOMS einer bedürftigen Person, die Probleme mit ihrem Augenlicht hat! Diese Hilfe kann auf einem von drei Wegen geschehen: Entweder wird einer bedürftigen Person eine medizinische Augenuntersuchung bezahlt. Oder TOMS stellt die bei einer medizinischen Untersuchung vom Arzt verschriebene Brille zur Verfügung. Oder es wird der Person eine Operation bezahlt, die das Augenlicht wieder herstellt oder bewahrt. Wie beim 1zu1-Versprechen von Caleb’s Hill wird dabei jeder Kauf zu einem konkreten Akt der Hilfe.

Aber am besten lassen wir Blake MyCoskie, dem Gründer von TOMS sprechen! Schaut euch das TOMS-Video unten an. Was haltet ihr von der Idee? Was sind eure Gedanken und welche Ideen habt ihr? Schreibt einen Kommentar oder uns eine Mail an info@calebshill.de. Wir hören gerne von Euch!

Weitere Firmen mit 1zu1-Versprechen

7 Dez

Natürlich sind wir nicht die einzige Firma auf der Welt, die ein 1zu1-Versprechen lebt. Daher wollen wir in diesem Blog in losen Abständen Firmen vorstellen, die ähnlich engagiert sind wie Caleb’s Hill.

Die erste Firma ist TOMS, eine junge Schuhmarke aus Los Angeles. TOMS wurde 2006 von Blake MyCoskie gegründet, einem jungen Unternehmer, der zu der Zeit Argentinien bereiste. Ihm fiel dabei auf, dass ein Großteil der argentinischen Landbevölkerung ohne Schuhe lebt. Also gründete er TOMS auf dem Versprechen, für jedes verkaufte Paar Schuhe einem bedürftigen Kind ein Paar Schuhe zu geben. Obwohl viele Menschen Blake für sein Vorhaben auslachten und entgegen allen negativen Prognosen, startete TOMS im Jahr 2006 mit seinem ersten Schuhdesign. Und die Firma hat seitdem eine beeindruckende Entwicklung hinter sich: Nach 4 Jahren hat TOMS vergangenen September das 1.000.000. Paar Schuhe an bedürftige Kinder verteilt (1 Million!).

Genau wie bei TOMS ist die treibende Kraft hinter Caleb’s Hill die Vorstellung, mit dem Verkauf unserer Produkte möglichst vielen bedürftigen Menschen zu helfen. Hier ein kurzes Video über die Geschichte von TOMS (die Schuhe kann man übrigens auch in Deutschland kaufen):

Was ist Deine Vision wie Du Dein Leben leben möchtest? Welche Ideen hast Du? Wie kannst Du Dein Leben leben und dabei bedürftigen Menschen helfen und die Welt verbessern? Schreib uns davon und lass uns dran teilhaben!