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fraisr – Mit Shopping die Welt verbessern

17 Jul

Das müsste besonders Euch Mädels gefallen: Shoppen und dabei die Welt verbessern (Sorry für das Klischee!). Wie das geht? Das Prinzip ist nicht neu, denn wer ein bisschen in sozialen Netzwerken unterwegs ist, kennt sie schon länger: Social Commerce Netzwerke wie z.B. fab.com. Doch seit Herbst 2012 gibt es mit fraisr.com ein Startup, das so etwas wie ein soziales „Social Commerce“ ist. Was bedeutet das und was ist das Besondere an fraisr.com?

Kaufen, Verkaufen, Gutes tun!

fraisr logo (Quelle: fraisr.com)

fraisr logo (Quelle: fraisr.com)

Die Idee hinter „social commerce“ besteht in der Integration von sozialen Netzwerken in Shops und die Begleitung des Kunden während des gesamten Kaufprozesses. Darunter fallen z.B. Empfehlungen von Produkten, maßgeschneiderte Angebote für den Kunden und die Möglichkeit, Produkte mit Freunden zu teilen. Das Potenzial hinter dieser Verknüpfung vom klassischen E-Commerce und sozialen Netzwerken ist recht groß. Was liegt näher als das Potenzial vom Handel in sozialen Netzen auch für einen guten Zweck zu nutzen? Also „Kaufen, Verkaufen, Gutes tun.“ Das ist die grundlegende Idee hinter fraisr.com.

Das fraisr-Konzept (Quelle: fraisr.com)

Das fraisr-Konzept (Quelle: fraisr.com)

Praktisch sieht das so aus: Auf der fraisr-Plattform können sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten. Der Verkäufer kann einen frei wählbaren Teil des Verkaufspreises als Spende einstellen und festlegen, an welche Organisation der Teil gespendet werden soll. Zur Auswahl stehen unter anderem Die Arche, Reporter ohne Grenzen oder den Bundesverband Deutsche Tafeln. Dabei kann der Spendenanteil zwischen 10% und 100% variieren. Ergänzend muss dabei erwähnt werden, dass fraisr.com 6% des Verkaufspreises als Provision einbehält und der prozentuale Spendenanteil auf die restlichen 94% des Verkaufspreises angerechnet wird. Diese 6% Verkaufsprovision sind fair, denn Einstellgebühren werden bei fraisr nicht fällig. Man bezahlt also nur, wenn man erfolgreich verkauft hat.

Design und Angebot

Screenshot fraisr.com

Screenshot fraisr.com

Das Design ist sehr ansprechend und aufgeräumt. Der Käufer hat die Möglichkeit, in den verschiedenen Kategorien nach Produkten zu suchen oder sich nur diejenigen Produkte anzeigen zu lassen, die eine bestimmte Hilfsorganisation unterstützen. Die Höhe des Spendenanteils am Verkaufspreis ist übersichtlich auf den Produktfotos angezeigt, so dass man schon auf dem ersten Blick erkennen kann, wie hoch die Spende sein wird und an welche Organisation sie überwiesen wird.

Aber es wird auch eine Besonderheit geboten: Ist das eigene Nutzerkonto mit Facebook, Twitter, etc. verbunden, kann der Verkäufer den Käuferkreis seiner Produkte auch eingrenzen. Das ermöglicht es, z.B. Charity-Events für Freunde und Bekannte zu veranstalten und dabei einen Teil des Erlöses zu spenden. Dazu muss man fraisr allerdings bei der Anmeldung erlauben, auf den Online-Freundeskreis zuzugreifen, damit die Käufergruppe entsprechend eingeschränkt werden kann!

Die Kategorien reichen von Mode über Beauty bis Zuhause, allerdings sind stellenweise noch wenige Angebote in den Unterkategorien. Das aber stört nicht sonderlich, wenn man bedenkt, dass fraisr.com noch recht kurz am Markt ist.

Fazit

Man muss schon lange suchen, um eine Person zu finden, die Fairtrade und ökologische Nachhaltigkeit nicht gut findet. Aber im Alltag schaffen es nur die wenigsten von uns, den eigenen Ansprüchen auch gerecht zu werden. Da sind kleine Hilfen, die unseren Alltag etwas „sozialer“ machen, sehr nützlich.

Vor diesem Hintergrund stellt fraisr.com eine willkommene Möglichkeit dar, das Kaufen und Verkaufen ein bisschen sozialer zu gestalten. Wenn man also nicht nur kaufen und verkaufen, sondern dabei auch noch etwas Gutes tun möchte, dem ist fraisr.com wärmstens zu empfehlen. Schau gleich mal rein oder werde Facebook-Fan.

Da wir die Idee auch gut finden, verkaufen wir ab sofort auch unsere Produkte über fraisr! Zum Start haben wir uns mit dem fraisr-Team ein kleines Gewinnspiel für unsere Facebook-Fans einfallen lassen!

Das Fairphone und die Komplexität einer ‚fairen‘ Elektronik

21 Jun

Das Fairphone soll besser für Umwelt und Arbeiter sein und geht nun in Produktion. Die Idee, mit dem Fairphone ein Smartphone auf den Markt zu bringen, das nicht nur den technischen Anforderungen genügt, sondern auch noch unter fairen Bedingungen hergestellt wurde, hat in den letzten Wochen viel Aufmerksamkeit bekommen. Sogar Medien wie Spiegel Online, Süddeutsche und FAZ berichteten über die lobenswerte Initiative. Aber neben einer fairen Smartphone-Alternative bringt das Fairphone auch ein paar neue Probleme ans Licht.

Was bietet das Fairphone?

Das Fairphone

Das Fairphone

Das Wichtigste vorweg: Das Fairphone ist ein solides Smartphone der oberen Mittelklasse. Betrachtet man den 4,3-Zoll-Touchscreen mit qHD-Auflösung (960×540 Pixel), die 8 Megapixel-Kamera, den 1,2 GHz-Vierkern-CPU oder den 16Gb integriertem Speicherplatz des Fairphones, dann unterscheidet es sich kaum von den Produkten anderer Hersteller.

Wie die meisten Smartphones in Deutschland läuft es auf Android, so dass sich alle für Android entwickelten Apps problemlos auf das Fairphone laden lassen. Mit der Android-Version 4.2 ist es sogar aktueller als die Mehrzahl der anderen Smartphones. Ein weiterer Vorteil ist die Dual-Sim-Option, die es dem Nutzer erlaubt, zwei Sim-Karten einzulegen und unter zwei Nummern erreichbar zu sein. In dieser ersten Gerätegeneration wird LTE allerdings nicht unterstützt. Dafür sind bei einem Gewicht von 165g zudem WLAN, Bluetooth und HSDPA an Bord. Soviel zu den technischen Eckdaten.

Das Fairphone

Das Fairphone

Mit einem Preis von 325 EUR liegt das Fairphone im Bereich vergleichbarer Handys. Der Preis überrascht umso mehr, wenn man bedenkt, dass hinter dem Fairphone eine niederländische Stiftung steht, die aufgrund der geringen Mengen keine niedrigen Preise mit Minenbetreibern, Zulieferern und Fabriken aushandeln kann wie es die etablierten Herstellern am Markt können. Allerdings ist die Stiftung als gemeinnützige Einrichtung nicht darauf angewiesen, Gewinn zu machen. Damit unterscheidet sie sich von Herstellern wie Apple oder Samsung, die nicht nur in Forschung investieren, sondern auch einen großen organisatorischen Overhead finanzieren und die Aktionäre befrieden müssen.

Ist das Fairphone wirklich 100% fair?

Was muss ein Smartphone bieten, damit es als fair und ökologisch nachhaltig bezeichnet werden kann? Aus meiner Sicht müssen dafür folgende Kriterien erfüllt sein: Faire Arbeitsbedingungen und umweltschonende Vorgehensweise sowohl bei der Rohstoffgewinnung als auch bei der Produktion und Komponenten und Endprodukt. Des Weiteren sollte der entstehende Elektroschrott über den gesamten Produktlebenszyklus minimiert werden.

1. Rohstoffgewinnung

Damit ein Smartphone als fair und ökologisch nachhaltig bezeichnet werden kann, muss natürlich die Gewinnung der Rohstoff unter fairen Arbeitsbedingungen, ohne Kinderarbeit und schonend für die Umwelt vorgenommen werden.

Allerdings bereitet die Feststellung der Herkunft der Rohstoffe Probleme. Schon die Feststellung der Herkunft der Metalle Eisen und Kupfer ist schwer und noch verschlungener sind die Wege über die Tantal, Wolfram, Silber, Gold oder Palladium in den Produktionsprozess gelangen. Auch benötigt man zur Produktion das rare Coltan und die so genannten „Seltenen Erden“. Insgesamt stecken in einem Handy mehr als 60 verschiedene Stoffe, darunter ca. 30 Metalle (Quelle: „Die Rohstoff-Expedition“).

Fairphone-Chef Bas van Abel vor Ort im Kongo

Fairphone-Chef Bas van Abel vor Ort im Kongo

Selbst wenn man die Rohstoffe zurückverfolgen kann, stoßt man an deren Ursprung auf weitere Probleme: Viele der Metalle werden in afrikanischen Krisenregionen abgebaut, in denen Kinderarbeit, Sklaverei und Umweltverschmutzung an der Tagesordnung sind. Zudem sind viele Minen unter der Kontrolle von Milizen, die die Gewinne zur Finanzierung ihrer Waffenkäufe nutzen.

Aus diesem Grund untersagen die USA mit dem Dodd-Franc Act  allen US-börsennotierten Unternehmen, die Verwendung von Zinn, Tantal, Wolfram und Gold aus dem Kongo. Der geforderte Nachweis einer Nichtverwendung stellt die Unternehmen vor große Schwierigkeiten. Zudem kritisieren Experten, dass durch diese Forderung vor allem der Schmuggel gefördert und die Lebensgrundlage von kongolesischen Kleinbergbauern entzogen würde.

Dieser Problematik hat sich das Fairphone-Team gestellt und sich gegen ein Embargo von Rohstoffen aus dem Kongo entschieden. Die heiße Diskussion hierzu kann man sich leicht vorstellen. Denn ein Embargo würde die arbeitslosen Minenarbeiter in die Arme der Milizen treiben. Gründer Bas van Abel sagte dem Handelsblatt: „Wir wollen etwas bewegen, indem wir konfliktfreie Mineralien aus dem Kongo verwenden, anstatt das Land komplett zu meiden.“  Der konfliktfreie Bezug von Rohstoffen ist dem Fairphone-Team schon bei Zinn, Tantal, Gold, Silber und Platin gelungen, bei Wolfram ist man kurz davor.

fairphone kongo

Bei der Rohstoffgewinnung für das Fairphone kann man zwar nicht behaupten, dass eine 100%ige Fairness geschaffen worden ist. Das gibt auch Gründer Bas van Abel im Interview zu: „Wir bauen also kein 100%ig faires Smartphone.“ Allerdings ist es keinem Hersteller bislang gelungen, einen so hohen Anteil an fairer Rohstoffgewinnung zu erreichen.

2. Faire Produktion von Komponenten und Endprodukt

Das Fairphone stößt das Tor zur Welt unserer Elektrogeräte auf, deren Herstellungsbedingungen bislang kaum ans Tageslicht kamen. Spätestens seit den zahlreichen Selbstmorden von Arbeitern des Apple-Zulieferers Foxconn wird auch uns in der westlichen Welt klar, dass die schicken Smartphones (und die anderen Elektrogeräte in unserem Haushalt) nicht ‚vom Himmel fallen‘, sondern von Menschen zusammengesetzt werden.

Fairphone Produktion in China

Fairphone Produktion in China

Das Fairphone wird bei der Firma A’Hong in China produziert werden. China als Herstellungsland ruft bei manchen Kunden verständlicher Weise ungute Assoziationen hervor. Allerdings ist das Produktionsland kein Problem, so lange faire Arbeitsbedingungen und Löhne gewährleistet sind. Laut Fairphone kontrollieren bei A’Hong regelmäßig unabhängige Gutachter die Arbeitsbedingungen. Von den Bedingungen vor Ort hat sich das Fairphone-Team selbst überzeugen können. Es ist interessant zu sehen, was ein Hersteller erreichen kann, wenn man er nur ernsthaft versucht.

3. Vermeidung von Elektroschrott

Die Stiftung bietet Kunden eine zweijährige Garantie. Dazu kommt die Konstruktionsweise des Fairphones, die es ermöglicht, die wichtigsten Bauteile (z.B. der Akku) problemlos auszutauschen. Zur Vermeidung eines unnötigen Elektroschrotts wird das Fairphone standardmäßig ohne Aufladekabel ausgeliefert.

Ein wichtiger Baustein zur Verlängerung der Nutzungsdauer des Fairphones ist der mögliche Dual-Sim-Betrieb. Das ist zwar zum einen praktisch für diejenigen Kunden, die viel reisen oder zwei Anschlüsse mit einem einzigen Handy bedienen wollen. Zum anderen ermöglicht Dual-Sim aber dem Fairphone ein zweites Leben in Schwellenländern. Dort schwankt die Netzabdeckung der Mobilfunkanbieter so stark, dass viele Menschen mehrere Mobilfunkanbieter nutzen.

Zusätzlich unterstützt man als Fairphone-Käufer vernünftiges Recycling. Von jedem verkauften Fairphone gehen 3 Euro an eine Organisation, die Akkus und Batterien aus Ghana, wo sie unter sehr umweltschädlichen Bedinungen verschrottet werden, zurückholt. Diese werden in Belgien einem ordnungsgemäßen Recycling zugeführt.

Ein erster Blick auf das faire Smartphone

Ein erster Blick auf das faire Smartphone

Fazit

Das Fairphone hat zwar nicht die 100%-Fairness-Marke erreicht, allerdings ist dies bei der Komplexität weder möglich noch behaupten dies die Fairphone-Initiatoren. Dennoch kann man erkennen, welche bedeutenden Veränderungen möglich sind, wenn ein Hersteller sich ernsthaft darum bemüht. Das Fairphone ist damit vermutlich das fairste Smartphone auf dem Markt.

Das Fairphone kann auf der Fairphone-Webseite kostenpflichtig vorbestellt werden. Die Produktion startet am 17. Juni und die ersten Modelle werden im kommenden September  ausgeliefert. Sollte bis dahin etwas schief laufen, verspricht die Stiftung, das Geld zurückzuerstatten.

Nur ein Gutmenschen-Handy?

Was ist Eure Meinung zum Fairphone? Nur ein Gutmenschen-Handy als ein neues Statussymbol der Nachhaltigkeitsszene? Bringt es wirklich nachhaltige Veränderungen? Würdet ihr es kaufen? Wir sind gespannt auf Eure Gedanken!

Start something that matters!

14 Okt

Der Gründer von TOMS erklärt in seinem neuen Buch wie er ein profitables Unternehmen aufbaute, das mittlerweile mehr als 1 Million Schuhe an arme Menschen auf der ganzen Welt gespendet hat.

Es war im Jahr 2006 als Blake Mycoskie, ein 29jähriger US-Amerikaner, seinen Urlaub in Argentinien verbrachte. Während er die Landschaft und die netten Menschen genoß, entdeckte er die traditionellen argentinischen „Alpargata“-Schuhe. Sein erster Gedanke war, dass sich diese Art von Schuhen sehr gut in seiner Heimat verkaufen lassen würden. Auf der gleichen Urlaubsreise traf er eine amerikanische Frau, die Schuhe an argentinische Kinder aus armen Verhältnissen verteilte. Das Unternehmer-Gen in Blake wachte auf: „Warum gründet man nicht ein Unternehmen, um die armen Kinder mit Schuhen zu versorgen? Warum finden wir nicht eine Lösung, die einen konstanten Strom von Schuhen garantiert und das nicht nur zu Zeiten, wenn barmherzige Leute eine Spende tätigen?“

Dieser Gedanke legte den Grundstein für die Gründung von TOMS Shoes (Abkürzung für „Tomorrow’s Shoes“), eine Firma, über die wir in diesem Blog schon mehrmals berichteten. Kaufe ein Paar Schuhe und TOMS gibt einem armen Kind irgendwo auf der Welt ein Paar Schuhe. Letztes Jahr konnte TOMS berichten, dass mittlerweile die Schwelle von 1 Million gespendeten Schuhen durchbrochen wurde.

Mittlerweile hat TOMS sein Produktspektrum ausgeweitet: Nicht nur kann man durch den Kauf von Schuhen armen Menschen helfen, sondern auch die schicken Brillen von TOMS Eyewear helfen, das Not auf der Welt zu lindern. Jede verkaufte Brille hilft, das gefährdete Augenlicht eines Menschen zu bewahren.

In seinem neuen Buch „Start something that matters“ beschreibt Blake Mycoskie die grundlegenden Ideen hinter einer solchen Firma. Er gibt eine Reihe von Beispielen wie andere Leute eine ähnliche Idee hatten und ihre eigenen Unternehmen gegründet haben, wo der Profit nicht im Vordergrund steht, sondern der Blick auf notleidende Menschen.

So erzählt Mycoskie von Lauren Bush und ihrer Firma Feed Projects, Eric Ryan und Adam Lowry als Gründer von method, Sean Carasso von Falling Whistles, Scott Harrison von charity:water oder Carmin Black von halfunited. Allein schon wegen dieser Auflistung lohnt sich das Buch!

Mycoskies Kernbotschaft besteht aber in 6 Hinweisen, die jeder folgen sollte, der etwas Sinnvolles starten und erhalten will. Jedem, der schon mal in den Selbsthilfe-Kapiteln von Business-Büchern geblättert hat, werden diese Hinweise bekannt vorkommen:

  1. Find your story.
  2. Face your fears.
  3. Be resourceful without resources.
  4. Keep it simple.
  5. Build trust.
  6. Realize that giving is a good business.

So simpel und trivial sich diese Hinweise auch lesen, so begeistert und leidenschaftlich schreibt Mycoskie darüber (wenn wir nicht schon Caleb’s Hill gegründet hätten, würden wir es nach dem Buch auf jeden Fall tun!). Und das macht er sehr erfolgreich: Das Buch ist momentan etwas länger als 1 Monat auf dem Markt und ist schon auf Platz 1 der New York Times Bestellerliste bzw. Platz 3 bei Amazon! Das Buch ist für jeden interessant, der etwas unternehmerischen Geist in sich hat und gerne über Unternehmen liest, die auf mehr aus sind als die reine Profitmaximierung.

Gerne möchten wir euch noch ein paar Links und Videos ans Herz legen! Zum einen ist da der persönliche Blog von Blake Mycoskie, in dem er viele lesenwerte Gedanken festhält und über seine Erfahrungen und Auftritte berichtet. Einfach auf das Bild unten klicken und ihr werdet zu seinem Blog weitergeleitet.

In bester TOMs Manier gibt es natürlich auch das offizielle Video zum Buch. Es lohnt sich zu schauen und macht Appetit auf mehr.

Die Idee hinter TOMS hat mittlerweile mehrere Künstler inspiriert. Ein interessantes Gedicht von David Bowden über das „One for One“-Prinzip von TOMS gibt es hier:

Ein neues One for One: Feed Projects

2 Sep

Feed ProjectsManchmal stolpert man über eine Firma und ist von den Produkten begeistert. Dann hört man vom Firmenkonzept und von der Idee hinter den Produkten und kann für einen Moment nicht glauben, dass die hervorragenden Produkte mit einer noch besseren Idee verbunden sind. Dies ist besonders bei „One for One“-Firmen der Fall, also Firmen, die mit jedem verkauften Produkt einem bedürftigen Menschen oder einem sozialen Projekt helfen. Neben Caleb’s Hill haben wir euch bereits TOMS vorgestellt.

Eine weitere dieser „One for One“-Firmen ist Feed Projects. Feed Projects wurde vom Ex-Model Lauren Bush mit einem faszinierenden Konzept gegründet. Feed Projects stellen sehr schön designte Taschen, T-Shirts, Portemonnaies und andere Assecoires her. Jede verkaufte Tasche hilft dabei, einem notleidenden Kind Nahrung zu geben und damit den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Die Idee dazu kam Lauren Bush 2006 als sie eine Tasche als Spende für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen entwarf.

Beispiele der Feed Taschen

Beispiele der Feed Taschen

Der Erfolg von Feed wurde schnell sichtbar. Im zweiten Jahr nach Gründung führte das Versprechen von Feed Projects zur Versorgung von 37.500 hungrigen Kindern mit Nahrungsmitteln für jeweils ein ganzes Jahr! Laut Lauren Bush ist die effektivste Methode die Kinder mit Nahrung zu versorgen, die Verteilung der Nahrungsmittel im Rahmen von Schulernährungsprogrammen.

Feed Projects in Aktion: Ein Schulmädchen in Kenia

Feed Projects in Aktion: Ein Schulmädchen in Kenia

Lauren Bush mit Kindern in Ruanda

Der Kampf gegen Hunger ist bei Feed Projects gekoppelt mit umweltfreundlichen, sicheren und fairen Arbeitsbedingungen für alle Menschen, mit denen Feed Projects zusammenarbeitet. Die Taschen sind aus einem nachhaltigen Material gefertigt und als wiederverwendbare Alternativen zu Papier- und Plastiktüten designed.

Zuletzt haben wir euch noch ein Video eingefügt, das die Idee von Feed Projects erklärt. Beeindruckend und einfach, oder?

1zu1-Hilfsaktion in Kampala, Uganda!

15 Mai

Sie sind der Grund, warum wir Caleb’s Hill gegründet haben: die 1zu1-Hilfsaktionen. Wenn man die Bilder sieht, die Geschichten dahinter hört und merkt, wie die Leben fremder Menschen positiv beeinflusst werden, dann macht das Arbeiten noch viel mehr Freude!

Nachdem wir bei unserer letzten Hilfsaktion in zwei Slums in der Region Uttarakhand in Indien geholfen haben, wechselten wir diesmal den Kontinent und halfen in Uganda. Für unsere Hilfsaktion wurden dabei zwei Städte ausgesucht: Zum einen die Hauptstadt Kampala und zum anderen die Stadt Lira, im Norden Ugandas, wo bis vor wenigen Jahren noch bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten.

Zusammen mit unserer Partnerhilfsorganisation Kinderhilfswerk – Global Care haben wir uns eine ungewöhnliche Gruppe von Bedürftigen ausgesucht: Großmütter! Warum wir uns ausgerechnet Großmütter ausgesucht haben, können Sie unten lesen.


Was haben wir gemacht?

Wie große Teile des afrikanischen Kontinents ist auch Uganda von einer starken AIDS-Verbreitung betroffen: Die HIV-Infektionsrate wird momentan auf 5-15% geschätzt [1]. Dies ist einer der Gründe für die geringe Lebenserwartung von nur 48 Jahren [2] in Uganda. Zusammen mit der hohen Fruchtbarkeit (7,1 Kinder pro Frau) führt dies zu einem sehr geringen Altersdurchschnitt der Bevölkerung von lediglich 15 Jahren.

So ist es eine traurige Tatsache, dass in manchen Gegenden fast die komplette Elterngeneration an AIDS verstorben ist und damit eine Vielzahl von verwaisten Kindern hinterlässt. Oftmals kümmert sich die Generation der Großeltern um ihre elternlosen Enkel, allerdings ist auch diese Generation von viel Leid betroffen. Da während des totalitären Regierungsstils von Idi Amin viele Männer bei den Kämpfen umkamen, leben vielmals nur noch die Großmütter.

Diese Großmütter sind meistens über 70 Jahre alt und haben sowohl den Tod ihrer Männer im Krieg als auch den AIDS-Tod ihrer eigenen Kinder erlebt und ziehen nun zum zweiten Mal in ihrem Leben Kinder groß. Diese alten Frauen kommen durch das Erziehen ihrer Enkel nicht nur an ihre körperlichen sondern auch an ihre finanziellen Grenzen und sind dankbar für jede Hilfe. Sie werden daher durch ein ‚Großmutter-Projekt‘ unserer Partnerhilfsorganisation unterstützt.

Im Rahmen dieses ‚Großmutter-Projekts‘ haben wir zum einen in der Hauptstadt Kampala und zum anderen in der Stadt Lira über 100kg bzw. 50kg Decken gekauft. Wir haben die Decken über einheimische Mitarbeiter bei lokalen Händlern vor Ort bezogen, um schon durch den Einkauf der Ware den Menschen vor Ort zu helfen. Die Bilder vom Einkauf zeigen die Händlerin, deren kompletten Bestand wir aufgekauft haben, so dass sie noch zusätzliche Ware von benachbarten Händlerinnen holen musste!

Bei unserem Einkauf haben wir darauf geachtet, teure und hochwertige Decken zu kaufen, da billige Decken aufgrund der hohen Feuchtigkeit in den Häusern schnell verfaulen können. Ein Teilnehmer der Verteilaktion berichtete, dass manche Häuser sich in einem so schlimmen Zustand befänden, dass man in Europa wahrscheinlich noch nicht mal seinen Rasenmäher dort unterstellen würde, weil dieser sonst vermodern und verrosten würde. Daher achteten wir beim Einkauf auf Qualität statt Quantität.

Die eingekauften Decken wurden bei persönlichen Besuchen den Frauen übergeben. Die nachfolgenden Bilder zeugen von der Freude der Frauen über die unerwarteten Geschenke.

Besonders berührt hat uns die Geschichte einer Großmutter (siehe Fotos unten), die aufgrund ihrer Gesundheit auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Zwar besitzt sie mittlerweile einen Rollstuhl, allerdings kann sie ihn wegen des desolaten Straßenzustands nicht benutzen und verwendet stattdessen eine alte Holzkrücke. Diese Frau hat im Krieg während der Herrschaft von Idi Amin ihren Mann verloren. Da die eigenen 4 Töchter in den vergangenen Jahren an AIDS gestorben sind, zieht sie ihre 7 Enkelkinder alleine auf.

Zuletzt möchten wir noch von einer besonderen Situation berichten: Bei einem Treffen im Rahmen des ‚Großmutter-Projekts‘ wurden von uns einige Decken an die anwesenden Großmütter verteilt. Aus Freude und Dankbarkeit über die Geschenke tanzten und sangen die Frauen! Es ist ein beeindruckendes Gefühl durch unsere 1zu1-Hilfsaktionen soviel Freude in mehreren tausend Kilometer Entfernung auszulösen!

Mehr Bilder finden Sie unter www.calebshill.de!

Helfen Sie Caleb’s Hill zu helfen!

Statt für Werbung benutzen wir unseren Profit, um notleidenden Menschen zu helfen. Daher sind wir mehr als andere Firmen auf Ihre Hilfe angewiesen. Erzählen Sie Ihren Freunden von Caleb’s Hill, werden Sie Caleb’s Hill-Fan auf Facebook und verschicken Sie diesen Link per E-Mail! Je mehr Produkte verkauft werden, desto mehr kann Caleb’s Hill helfen.


[1] Quelle: United Nations Development Programme: Human Development Report 2008/09

[2] Quelle: Länderdatenbank der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung

Erste 1zu1-Hilfsaktion: Uttarakhand, Indien!

19 Mrz

Es ist zweifelslos der aufregendste Moment in der kurzen Geschichte von Caleb’s Hill: die erste Hilfsaktion im Rahmen unseres 1zu1-Versprechens! Es ist ein unglaublicher Kick, die Bilder zu sehen, und sie belohnen uns für die Mühen der letzten Monate.

Wir haben uns für die Hilfsaktion eine entlegene Region auf der Welt ausgesucht, wo sich normalerweise selten ein Westeuropäer hin verirrt: die Region Uttarakhand in Indien! Die Region liegt im Norden Indiens am Randes des Himalayas. Wo Uttarakhand genau liegt, könnt ihr bei Google Maps sehen.

Zusammen mit unserer Partnerhilfsorganisation Kinderhilfswerk – Global Care haben wir den Ärmsten der Armen in den Slums der Provinzhauptstadt Dehradun geholfen.

Was haben wir gemacht?

Die Region am Rande des Himalayas ist gekenzeichnet durch extrem kalte Winter und obwohl tagsüber die Sonne wärmen mag, sind die Nächte doch umso kälter. Daher haben wir hunderte wärmende Decken an die Bedürftigen verteilt. Es wurden zwei Slums ausgesucht, in denen die Ärmsten der Armen leben: ein kleiner Slum mit ca. 20 Familien und ein etwas größerer Slum, in dem ca. 200 Familien leben.

Dabei wurde von uns keine öffentliche Verteilaktion organisiert, da bei dem resultierenden Gedränge die wirklich Bedürftigsten zu kurz kommen würden und die Schwächsten von der körperlich Stärkeren oftmals an den Rand gedrückt werden. Stattdessen wurden die Familien bei der Verteilaktion in ihren Unterkünften einzeln besucht und die Decken persönlich übergeben!

Die Decken wurden ausschließlich an Familien mit Kindern verteilt. Dabei wurde nur an Familien verteilt, die ihre Kinder zur Schule schicken, als Zeichen für die Familien, die ihren Kindern keinen Schulbesuch erlauben. Diese Vorgehensweise klingt für unsere europäischen Ohren etwas ungewöhnlich und hart, ist aber – laut den einheimischen Mitarbeitern vor Ort – eine sehr effektive Methode.

Die Menschen freuten sich sehr und nahmen die Decken dankbar an. Manche von ihnen hatten verstanden, woher die Decken stammen und haben sich gerne mit dem Decken vor unserem Logo fotografieren lassen! Denn in der Freude über die Decken steckt noch etwas: Viele der beschenkten Menschen leben von Geburt an ein sehr hartes Leben und haben wahrscheinlich noch nie etwas ohne Grund geschenkt bekommen! Daher sind die Decken für viele von ihnen viel mehr als eine simple Decke, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung!

Einige Fotos findet ihr in diesem Blog. Den kompletten Bericht und weitere Fotos gibt es in den kommenden Tagen auf unserer Webseite oder bei Facebook.


Wie geht’s weiter?

Wir sind gerade dabei die Fotos zu bearbeiten und werden demnächst auch ein paar kleine Videos von der Hilfsaktion online stellen, die zeigen unter welchen erbärmlichen Umständen die Menschen in den Slums leben und wie nötig die Decken sind.

Aber es kommt noch besser!

In den kommenden 2-3 Wochen wird die nächste Hilfsaktion gestartet und auch diesmal wieder im Himalaya. Diesmal helfen wir den Schulkindern unter den Ärmsten der Armen! Abonniert diesen Blog oder werdet Caleb’s Hill-Fan auf Facebook, um weiter informiert zu werden!

Hilf Caleb’s Hill zu helfen!

Statt für Werbung nutzen wir unseren Profit, um notleidenden Menschen zu helfen. Deshalb sind wir mehr als andere Firmen auf Deine Hilfe angewiesen!

Erzähl Deinen Freunden von Caleb’s Hill, leite diesen Link weiter, werde Caleb’s Hill-Fan auf Facebook oder abonnier unseren Blog! Je mehr Menschen unsere Produkte kaufen, desto mehr bedürftigen Menschen können wir helfen. Denn auch in Zukunft gilt unser 1zu1-Versprechen: Für jedes verkaufte Produkt geben wir einer bedürftigen Person ein gleichwertiges Produkt. Eins zu eins. Versprochen.

Unser 1zu1-Versprechen

26 Nov

Wenn man mit Leuten über unser 1zu1-Versprechen spricht, wird man oft mit folgender Frage konfrontiert: „Brauchen die bedürftigen Menschen wirklich Textilien? Gibt es da nichts wichtigeres?“ Zugegeben, ist es eine Frage, die wir uns selbst oft bei der Entwicklung der Idee gestellt haben. Letztendlich wollen ja auch wir unsere Mittel effizient einsetzen.

Natürlich sind mit den gespendeten Textilien nicht alle Probleme der bedürftigen Menschen gelöst. Denn meistens ist die Not der Menschen vielschichtig: So gehen fehlendes Geld, Unterernährung, schlechte Trinkwasserqualität, kaum vorhandene schulische Bildung oder fehlende Kleidung oftmals Hand in Hand. Aber Schulbücher ersetzen keine Mahlzeit und ein gefüllter Magen beseitigt nicht den Bedarf an Kleidung.

Wir sind daher der festen Meinung, dass ein Großteil der Probleme sich lösen lassen, wenn jeder das tut, was er am besten kann. Und Caleb’s Hill kann halt am besten Textilien! Wir suchen uns Hilfsprojekte, bei denen Textilien benötigt werden und helfen soweit wir können. Damit ist nicht die Not der Menschen beseitigt, aber sie ist ein Stück kleiner geworden. Und die Vorstellung macht richtig Spaß!

André